Schuljahr 2024/25

von ursula osterchrist
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Glück und Werbung

So lernen Kinder, kritisch zu denken und die Versprechen der Werbung zu hinterfragen

Bunte Bilder, lachende Gesichter, bewundernswerte Personen und im Mittelpunkt ein besonderes Produkt – solche Bilder lösen unbewusst die Hoffnung aus, dass das beworbene Produkt uns so glücklich und erfolgreich macht, wie es die Werbung verspricht.
Werbung und die Orte, an denen sie uns im Alltag begegnet, haben sich in den letzten Jahren verändert. Vor allem das sogenannte Influencer-Marketing auf Video- und Social Media-Plattformen arbeitet oft unterschwellig und ist auf den ersten Blick nur schwer als das zu erkennen, was es ist: Werbung.
Wo begegnet mir Werbung? Wie funktioniert sie? Und was will sie in mir auslösen? In der überarbeiteten KLARO-Stunde „Werbung verstehen“ setzen sich Kinder der 4. Klasse aktiv mit Werbebotschaften auseinander und hinterfragen kritisch deren Wahrheitsgehalt.

Glück und Werbung - Stunde im Programm Klasse2000

„Ach so – das ist auch Werbung?!“

Klassische Werbung - etwa für Süßigkeiten oder Alkohol - erkennen viele Kinder auf Anhieb. Dass aber auch YouTuber oder Influencer gezielt Produkte bewerben, ist ihnen oft nicht bewusst. Hier setzt die KLARO-Stunde an: Anhand von aktuellen Werbebeispielen und Bildern aus der digitalen Welt lernen die Kinder, Werbung auch im Netz kritisch zu hinterfragen.
„Die Kinder waren überrascht - viele wussten nicht, dass auch Influencer Werbung machen“. Diese Rückmeldung einer Gesundheitsförderin zeigt, dass Kinder das für Erwachsenen offensichtlich alleine nicht unbedingt erkennen können und wie wichtig hier eine Sensibilisierung ist.

Was macht mich glücklich?

Ein besonderes Highlight der Stunde: Die Kinder gestalten ein eigenes Plakat zu der Frage "Was macht mich wirklich glücklich?" Damit lenken sie den Blick weg vom Konsum und hin zu anderen Bedürfnissen.

Auf die gelben Sonnen des Plakats schreiben die Kinder Dinge wie
•  "Ich bin glücklich,
wenn ich mit meinen Freundinnen spiele."
•  "Ich bin glücklich, wenn ich Fußball spiele."
•  "Ich bin glücklich, wenn ich lange schlafen kann."

Die Kinder lernen nicht nur, Werbung zu durchschauen, sondern auch, sich ihre eigenen Wünsche bewusst zu machen und kritisch zu hinterfragen. So entwickeln sie ein Gespür dafür, was sie wirklich glücklich macht und was sie dafür tun können – ganz unabhängig von Produkten und Marken.

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